Wow, waren wir viele bei unserem letzten Live-Event, dem Behelfsmasken-Special. Herzlichen Dank jeder/jedem Einzelnen von euch für’s Zuschauen!

Nach dem ersten Teil (der ersten Stunde) musste ich ja dann feststellen, dass ich die Livevideos leider doch NICHT dauerhaft speichern kann, wenn ich zwischendurch Gäste mit ins Boot hole (Datenschutz und so… :-o) – also versprach ich, ein Factsheet zu erstellen, was dieser Blogbeitrag hier jetzt abbilden soll! Achtung – viel Text – die 3 Stunden Video fassten viele, viele Informationen!

Vorab: Alle Größenangaben müssen ggf. ganz individuell angepasst werden. Immer wieder kam die Frage nach der Größe für Kinder auf.
Kinder… 2 Jahre? 7 Jahre? 14 Jahre? Großer Kopf, kleiner Kopf? Mein Kopf beispielsweise ist größer (ja, Inhalt und Umfang!) als der meines Mannes, kleiner aber als der meiner 13-jährigen Tochter. Will sagen, dass die Köpfe einfach viel zu unterschiedlich von der Größe sind – man kann es nicht pauschal sagen. Das gleiche gilt für die Binde-/Gummibänder. Richtmaß hier: 90 cm pro Seite. Die Ohren des einen sind aber kleiner, sitzen weiter hinten als die des anderen. Die eine hat ein voluminöses Haupthaar, das mehr Band beansprucht, andere wiederum sind nicht so üppig ausgestattet. Teste euch da also ein wenig durch – ihr werdet in den nächsten Wochen und Monaten sowieso viiiieeele Masken durchhauen müssen!

Und – ganz wichtig: Wenn ihr mit einer der hier aufgeführten Anleitungen (oder meinen Meinungen dazu) nicht zufrieden seid, denkt bitte daran, dass die Görls (und ich) das alles ohne Bezahlung machen und es nur mit guten Absichten machen. Erfahrungen weitergehen, Anleitungen schreiben, Infos zusammentragen. Sie wollen damit keinen ärgern und es tut sehr weh, wenn man für sein Engagement angepöbelt oder verurteilt wird, man hätte keine Ahnung usw. Dieses Maskenthema ist ein sehr emotionales – wir alle sind ängstlich und können nur schwer mit den neuen Umständen umgehen. Unterlasst es bitte, hier IRGENDJEMANDEN für sein Tun zu beschimpfen. Wer nur meckern möchte, darf diesen Blogpost bitte jetzt verlassen. Danke.

Los geht es also… Wir starten ganz sutje mit ein wenig small talk zwischen Fini und mir und holen dann relativ fix die liebe Jasmin von Schnittenliebe dazu. Sie stellt uns ihre „3-Minuten-Maske“ vor. Dies ist übrigens meine persönliche Lieblingsmaske, da sie, wie ich finde, alle nötigen Eigenschaften vereint:

  • Sie kann hinter dem Kopf gebunden getragen werden
  • Sie kann mit 2 Schlaufen, die hinter die Ohren geklemmt werden, getragen werden
  • Sie kann optional mit einem zusätzlichen Filter versehen werden
  • Sie kann optional mit einem Draht versehen werden – herausnehmbar oder einnähbar
  • Sie ist megafix genäht (aaaaah! 3-Minuten Maske!) und eignet sich hervorragend für die Serienfertigung
  • Die Maske von Schnittenliebe darf ganz ausdrücklich auch in jeglicher Hinsicht gewerblich genutzt werden! Ihr dürft die Masken also nähen und in euren Geschäften verkaufen. Macht gerne ein Foto von eurem Angebot und verlinkt Jasmin mit @schnittenliebe_com
  • Zuschnitt: 19×38 cm für Damen, 19×40 cm für Herren, 14×28 cm für Kinder

Daraufhin habe ich eine dieser Masken im Video genäht – durch mein Gequatsche zwischendurch habe ich wohl so 5 Minuten gebraucht, war ja aber auch nicht so ganz bei der Sache (was sich später noch deutlicher zeigte ;-)) – alle Infos zu Jasmins Maske inklusive eines Videos findet ihr hier >klick<.

Eine ganz andere, einfachere Möglichkeit hat sich „unsere MacGyver“ der schönen Dinge überlegt: Anke aka Cherry Picking kam vor 2 Tagen mit ihrem „Quick Mask Tool“ >klick<  um die Ecke: 2 aus Kunstleder, Neopren, Softshell oder einem ähnlichen, nicht reißbaren Material gefertigen „Ohrenschlaufen“ in die ganz einfach ein Herrentaschentuch, ein Stück Stoff oder auch – megaeasy – einfach ein Stück Haushaltsrolle hinein gesteckt werden kann.

Das Tool für alle Vergesslichen, die in den nächsten Wochen bestimmt öfter mal wieder nach Hause geschickt werden, wenn sie ganz spontan mal eben fix (ohnehin nicht verfügbares) Toilettenpapier kaufen gehen wollen. Diese Schlaufen kann man sich einfach überall zuhauf hinlegen und ist für den Notfall gerüstet.

  • Stoffgröße: ca. 40×40 cm
  • Die Ohrenschlaufen können einfach mit der Hand ausgeschnitten werden.
  • Die Ohrenschlaufen können geplottet werden (freebie Plotterdatei ist dabei!)
  • Die Ohrenschlaufen können überall „herumfliegen“ – im Auto, in der Handtasche, im Fahrradkorb – ein Taschentuch o.ä. hat man doch fast immer dabei, um sich mal eben fix zu vermummen.
  • Das Quick Mask Tool darf ganz ausdrücklich gewerblich genutzt werden! Anke hofft sogar, dass viele Ladenbesitzer die Anleitung auslegen oder fertig geplottete Tools/Schlaufen anbieten. Sie freut sich ebenfalls über eine Verlinkung mit @cherrypicking_anke #quickmasktool #maskeauf

Für alle, die keinen Plotter haben – ihr könnt die Schlaufe auch einfach ausschneiden – oder: bei Anke im Shop findet ihr auch ein fix und fertig geplottetes 2er Set des Quick Mask Tools >klick<.

Daraufhin hat Fini dann ihren Favoriten, das Essener Maskenmodell auch in ca. 8 Minuten (inklusive ein wenig Gequatsche) genäht >klick<.

  • Zuschnitt: 20×20 cm + 2 Streifen Schrägband á 90 cm
  • Diese Behelfsmaske ist aus nur einer Lage Stoff genäht
  • Die Maske hat seitlich 2 Quetschfalten – keine Kellerfalten – OOOOOOh nein! Da legt unsere Fini Wert drauf! 😉

Unser nächstes Supergörl in der Runde war dann Susanne von hamburger liebe >klick<. Sie hat uns den „PROTECT ME“ Stoff vorgestellt, den sie zusammen mit Albstoffe auf den Markt gebracht hat. Unter www.albstoffe-protectme.de findet ihr alle Infos zu dem tollen Megastoff – ganz knapp zusammengefasst:

Diesen Stoff gibt es sowohl als Meterware (jep, wir erwarten da in den nächsten 2 Wochen auch etwas von), als auch als Loop, direkt schon fertig genäht. Durch die hohe Nachfrage beträgt die Lieferzeit derzeit bis zu 14 Tagen, das wird sich aber bestimmt bald wieder legen. Im Video schwärmten viele von diesem supertollen, neuen Material. Ich bin gespannt!

Auf der protect me – Seite von Albstoffe (www.albstoffe-protectme.de) findet ihr außerdem noch 10er und 50er Maskensets, die aus einer Hightechpolyesterfaser 93% und Elasthan 7% in einem Stück gestrickt sind.

Danach haben wir mal abgefragt, wie viele Masken denn schon genäht wurden… Sowohl insgesamt als auch an unserem Live-Abend, der mittlerweile schon in der dritten Stunde lief. von 40 – 600 Masken war alles dabei (insgesamt – nicht an dem Abend!), daraufhin habe ich dann Sandra von DriemeS! >klick< hinzugeholt, die mittlerweile schon 2.704 (!!!) Masken genäht hat. Sie war eine der ersten, die sehr schon früh für Feuerwehren, Altenheime usw. genäht hat, als sich in den sozialen Medien noch alle das Maul über diese „Weltretter“ zerrissen haben. Sie hat das lustige Maskenmodell vom Foto designt und spendet hier einen Teil des Erlöses an ihr Altenaer Kino (lt. ihrer Aussage das schönste Kino der Welt), das ja nun auch lange nicht öffnen darf. Eine tolle Aktion!

Sandra hat auch eine Kurzanleitung für „ihre“ Maske erstellt – diese findest du hier >klick<.

Übrigens haben selbstverständlich auch viele andere, nähende Heldinnen und Helden schon seit Wochen Masken genäht – zum Beispiel die Lotte-Mädels aus Bautzen >klick<, Ann-Katrin von Kater Mo von Rügen, die Mädels von Majestätisch aus Parchim – um nur ein paar weitere, mir bekannte Beispiele zu nennen – ich bin mir sicher, es gibt noch viele, viele weitere nähende Heldinnen und Helden dort draußen, die schon seit Wochen nähen! Und auch sie alle mussten viel Spott über sich ergehen lassen. Na, wer hatte am Ende Recht? Ach, lassen wir das…

Dann hatten wir noch kurz das Modell von Burda >klick< gezeigt, in das auch ein Filter eingesetzt werden könnte. Hier gibt es auch noch andere, die ähnliche Maskenanleitungen gemacht haben: z.B. der  Nähfrosch >klick<  und andere. Hier hatte ich Miriam dazugeholt, deren Lieblingsmodell die Maske vom Nähfrosch ist.

Die Lieblingsmaske von Tanja vom Krabbelkäfer, die ich auch noch ins Livevideo geholt hatte, ist die „klassische“ mit den 3 Falten, jedoch hat sie im oberen Tunnel noch eine Öffnung belassen, in den man optional einen Nasenbügel einschieben kann. Die Anleitung für Ihre Maske könnt ihr euch hier >klick< herunterladen. Diese hat Tanja mir und uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Zwischendurch habe ich immer die Information meiner verwendeten Nasenbügel eingeworfen – bei www.klebeshop.24.de findet ihr Nasenbügel – mit dem code #zusammennähen bekommt ihr 20% auf die Nasenbügel, die es in 10 unterschiedlichen Breiten von 8-16 cm gibt und somit in wohl jedes Lieblings-Masken-Modell eingearbeitet werden kann.

Die Frage nach Jerseynudeln kam auch immer wieder auf – dazu schneidet ihr Jersey in 2 cm breite Streifen und zieht an denen. Dadurch rollen sie sich automatisch auf. Übrigens rollen sie sich beim Schneiden parallel zur Webkante mit der „schönen“ Seite nach außen auf und wenn ihr sie quer zum Fadenlauf/zur Webkante schneidet, rollen sie sich mit der linken Stoffseite nach außen auf. Das kann man also super mit einfarbigen, durchgefärbten Jerseystreifen machen, wenn man nicht direkt 90 cm Jersey kaufen möchte oder liegen hat. Wenn du also nur einen Streifen von 20 cm Jersey hast, kannst du ihn auch quer zum Fadenlauf schneiden. Und ja, Jerseystreifen kannst du mit auskochen! (Geht mit deinen Baumwoll-Schlüppis ja auch) Versuche es doch einfach mal, du wirst sehen, da passiert nichts weiter, was das spätere Tragen deiner Maske irgendwie beeinflusst.

Ach – meinen Patzer mit der upcycling-aus-einem-Tshirt-Maske möchte ich euch an dieser Stelle auch  nicht vorenthalten! Ich habe im Livevideo diese Maske hier >klick< erstmalig getestet und mich selten bekloppt angestellt – ich hatte dann neben den Löchern für die Ohren auch die Bindebänder an der Oberkante und es flatterte unten nur so rum. Ich war verständlicherweise nicht wirklich begeistert, bis ich dann aus euren Kommentaren (die viele Kaputtlach-Smileys enthielten) entnommen habe, dass oben die Ohrenlöcher hingehören und nach unten die Bindebänder. aaaah! Dann macht das ganz doch auch wieder Sinn! Ohne nähen ist halt nix für mich. Diese Maske ist eventuell auch etwas für mal eben fix-fix, aber ich denke, dass ALLE genähten Modelle viel besser sitzen.

Auch Jersey war natürlich ein Thema. Nachdem ich nun gestern Abend erstmalig Jersey vor der Nase hatte, empfinde ich es auch so, dass man dadurch noch schlechter atmen kann als durch Baumwolle. Aber ob nun richtig oder falsch, da möchte ich hier aus Unwissenheit und fehlender Erfahrung nichts weiter zu sagen.

Dies ist ein erster Überblick – aus dem Gedächtnis geschrieben – ich werde ihn bestimmt nach und nach noch vervollständigen! Weist mich bitte unbedingt auf Lücken im Protokoll und/oder Fehler hin! Da die Zeiten derzeit einfach zu verrückt sind und ich kaum Zeit zum Schlafen finde, muss der Blogpost erstmal fast ohne Fotos auskommen. Das Abfragen ob ich dieses und jenes Bildmaterial verwenden darf ist mir derzeit zu stressig. Ich habe mir obere Bilder aus den Accounts der Mädels gemopst, von denen ich weiß, das es OK ist – ein Dienst an der Sache. Alle anderen Bilder findet ihr in den Links. Danke für eurer Verständnis!

Und jetzt: husch, husch – ans Maskennähen – am Montag geht es in vielen Bundesländern los. Wir ihn Schleswig-Holstein haben noch bis Mittwoch Luft. Ganz sutje halt, wie man uns kennt 😉

Habt ein schönes Wochenende und genießt das schöne Wetter!

Eure Yvonne